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Neues vom Patenboot. Stand 17. Mai 2011

Kiel, den 17.05.2011
Moin Elmar und Knabenkapelle Auerbach,
mir wurde zugetragen, dass Sie ein Foto sowie einen Lebenslauf von mir benötigen. Diesem Wunsch komme ich im Folgenden natürlich gerne nach.
Ich wurde am 02.05.1976 in Westfalen nahe Münster geboren und bin dort bis zu meinem Eintritt in der Marine im Jahre 1996 auch aufgewachsen. Nach meinem Abitur bin ich als Unteroffizieranwärter in Bremerhaven in die Marine eingetreten und anschließend auf Fregatten zur See gefahren, bevor ich meine Unteroffizierausbildung begann. Nach meinem Laufbahnwechsel zum Truppenoffizier im Jahre 1998 bin ich die Regelausbildung des Marineoffiziers, inklusive eines Studiums der Wirstchafts- und Organisationswissenschaften an der Bundeswehruniversität in München, durchlaufen, bevor ich 2005 in die damalige Minensuchflotille nach Olpenitz versetzt wurde. So machte ich meine ersten Erfahrungen als Wachoffizier auf dem Minenjagdboot ROTTWEIL und durfte mit dieser Einheit im Jahre 2006 im Rahmen des ständigen Minenabwehrverbandes der NATO auch gleich für fünf Monate ins Mittelmeer. Nach meinem Wechsel auf das Minenjagdboot LABOE durfte ich 2008 gleich wieder in die südlichen Gefilde, diesmal im Rahmen des Einsatzes UNIFIL MAROPS vor der libanesischen Küste, der auch dieser Besatzung wohl bekannt ist.
Meine erste Kommandantenzeit durfte ich auf dem Minenjagdboot BAD RAPPENAU genießen, die mich dann entsprechend meiner Affinität zur Mittelmeerregion im Jahre 2010 wieder für fünf Monate ins Mittelmeer entführte, diesmal wieder für die NATO.
Seit März diesen Jahres bin ich nun Kommandant des Hohlstablenkbootes AUERBACH OPF und nach zwei Monaten als Doppelkommandant bin ich seit Mai auch ausschließlich für dieses Boot verantwortlich.
Uns steht derzeit kein Einsatz mit dieser Besatzung bevor, wenn auch die Plattform ab Januar 2012 wieder in den Libanon soll. Die finanzielle Lage der Streitkräfte ist durch die ausführliche Presseberichterstattung hinlänglich bekannt und führt zu materiellen und personellen Engpässen, weshalb ich davon ausgehe, dass dennoch der ein oder andere unserer Besatzung nächstes Jahr wieder auf Zypern bzw. im levanteschen Meer seinen Dienst verrichten wird.
Wir befinden uns in spannenden Zeiten der Reform, was nicht nur Auswirkungen auf uns hat, sondern auch massiv auf unsere Familien. Somit gilt es für uns nach den bewegten letzten Einsatzjahren hier im Rahmen unserer Möglichkeiten Planungssicherheit zu schaffen und die Besatzung und deren Familien zu schützen.
Mit dem Stichwort Familie kann ich meinen Lebenslauf auch schließen. Ich wohne mit meiner Frau Derya Gümüs-Halfmann in Kiel und zum Ende dieses Jahres erwarten wir ein weiteres Familienmitglied, womit mir ein reduziertes Seefahrtsprogramm dieses Bootes in diesem Zeitraum natürlich sehr gelegen kommt.
Betreffend des angestrebten Patenstadtsbesuches im Juli, benötige ich für die Beantragung des Busses noch ein Einladungsschreiben der Patenstadt mit der entsprechenden Besucherzahl. Dieses ist für uns die begründende Unterlage für die Gewährung der Haushaltsmittel.
So verbleibe ich mit herzlichen Grüßen aus dem verregneten Kiel
Neues vom Patenboot. Stand 22. November 2010
In See, den 22.11.2010
Liebe Musiker der Knabenkapelle, lieber Elmar, geehrte Auerbacher,
nach mittlerweile doch schon recht langer Abwesenheit und Aufgaben bedingter Funkstille (ich bitte das zu entschuldigen), anbei ein kleiner Bericht über das, was hier in der Levante an Bord Eures Patenbootes so vor sich geht.
Nachdem wir Anfang August in zwei Touren im Abstand von einer Woche nach Zypern geflogen worden sind, haben wir in recht kurzer Zeit unser eigenes Boot wieder übernommen und sind dann auch recht zügig in der zweiten Augustwoche zum ersten Mal in Richtung Einsatzgebiet vor der libanesischen Küste ausgelaufen. Verbunden war damit die sehr kurzfristige Mitteilung, dass wir aufgrund der verspäteten Instandsetzung des für uns als Nachfolger vorgesehenen Schnellbootes über Weihnachten bis Ende Januar im Einsatz bleiben müssten.
Ab diesem Zeitpunkt bestimmte dann der regelmäßige Ablauf der Patrouillenfahrten unseren Tages-, Wochen-, und Monatsablauf. Wir stehen in der Regel 5-6 Tage in See um dann in einer 3 bis 4-tägigen Hafenphase wieder etwas zur Ruhe zu kommen und uns zu erholen. Diese Hafenphasen finden meistens in Limassol auf Zypern statt, einmal im Monat jedoch auch in Beirut.
Unsere Aufgabe in See besteht darin, den gesamten Handelsschiffsverkehr zu überwachen und abzufragen, um somit nach Möglichkeit den Waffenschmuggel über See zu unterbinden. Die Ergebnisse werden dann über den in See befindlichen Einsatzleiter (meist eine italienische oder türkische Fregatte) und den dort eingeschifften Verbindungsoffizier der libanesischen Marine weitergeleitet. Eventuelle Reaktionen werden dann durch die libanesischen Stellen in eigener Verantwortung für ihre Souveränität eingeleitet. Ob dies auch zu Ergebnissen führt, ist uns leider nicht bekannt, wir müssen aber davon ausgehen. Insofern stellte sich zwangsweise auch eine, teilweise gleichtönige, Routine ein.
Unterbrochen wird diese dann immer wieder mal von besonderen Ereignissen. Einige davon sind sehr interessant, andere aber leider auch unschön. Das erste Erlebnis fand während unseres zweiten Aufenthalts in Beirut statt, als wir an Bord plötzlich unmittelbare Augenzeugen einer bewaffneten Auseinandersetzung mit schweren Handwaffen, Leuchtspurmunition und auch Gewehrgranaten wurden. Diese fand in lediglich ca. 2000m Entfernung vom Liegeplatz des Bootes statt. Alle Besatzungsmitglieder auf Landgang wurden umgehend zurückgeholt und die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die Rückkehrer konnten dann aber berichten, dass die libanesische Armee sofort und massiv reagierte, die betroffenen Viertel absperrte und nachdrücklich für Ruhe sorgte. Es herrscht bei den Streitkräften glücklicherweise und offensichtlich die Einstellung vor, für Ruhe und Frieden im Land zuständig zu sein und dieses auch elanvoll durchzusetzen. Wie uns später mitgeteilt wurde, handelte es sich um eine Auseinandersetzung zweier muslimischer Gruppen, bei der leider fünf Menschen ums Leben kamen. UNIFIL und damit auch wir selber waren zu keinem Zeitpunkt betroffene Partei, sondern, wie gesagt, nur Zeugen. Eindrucksvoll war dies dennoch und hat uns zu einem recht frühen Zeitpunkt die Realitäten in diesem sich zwar erholenden aber eben noch nicht endgültig gesicherten Land vor Augen geführt. Die Notwendigkeit unseres hiesigen Einsatzes bedarf seitdem auch keiner weiteren Begründung mehr.
Wenige Wochen später reagierten wir dann auf den Notruf eines Passagierschiffes. Dort war ein Fahrgast über Bord gegangen und wir führten zusammen mit der ebenfalls zufällig im Gebiet stehenden, französischen Fregatte „Surcouf“ eine Suchaktion durch. Unterstützt wurden wir dabei später durch israelische und zypriotische Patrouillenboote. Leider blieb die Suche ohne Erfolg, über den Verbleib des Mannes haben wir auch später nichts gehört. Hier zeigte sich dann, auch wenn wiederum aus traurigem Anlass, die Notwendigkeit unserer intensiven Ausbildung vor Einsatzbeginn.
Neben den Aufgaben der Seeraumüberwachung werden wir allerdings vermehrt auch bei der Ausbildung der libanesischen Marine eingesetzt, damit diese in hoffentlich naher Zukunft die Sicherung der eigenen Souveränität auf See selber wahrnehmen kann. Hierbei dienten wir einmal für einen Kadetten als Schulschiff, welcher für mehrere Tage bei uns in der Maschine, auf Brücke und in der OPZ tätig waren.
Später wurden im Rahmen von Übungen libanesische Patrouillenboote zeitweise komplett in den UNIFIL-Verband integriert, um diesen das zusammenwirken mehrerer Schiffe und Boote nahe zu bringen. Aufgrund des hervorragenden Rufes, den sich die Deutsche Marine in den vergangen Jahren bei den Libanesen erarbeitet hat, wurden wir hierbei als „großer Bruder“ eingesetzt. Dies bedeutet, dass wir das jeweilige Patrouillenboot im Auftrag des Einsatzleiters in See direkt geführt haben und auch als Weiterleitungsstelle für sämtliche Befehle an und Berichte von diesem Patrouillenboot dienten. Dazu haben wir auch einen unserer eigenen Wachoffiziere über 24 Stunden auf dem Boot eingeschifft, um die Verfahren direkt erklären und demonstrieren zu können. Die Ergebnisse sind sehr viel versprechend und man merkt, dass es hier klar aufwärts geht. Einige der angehängten Bilder zeigen eines der Patrouillenboote beim Längsseitsgehen an die AUERBACH in See, um den eben genannten Wachoffizier und ein kleines Reparaturteam übersteigen zu lassen.
Mit diesen Erfahrungen ausgestattet und insbesondere nach dem mittlerweile erfolgten Rückzug der Italiener aus der Seeoperation kam dann noch eine weitere, interessante Aufgabe auf uns zu. Da die Türkei zurzeit die einzige Fregatte stellt und diese natürlich auch ab und zu Anspruch auf Erholung und Hafenliegezeit hat blieb die Frage, wer währenddessen die Aufgaben des Einsatzleiters der Seeüberwachung durchführt. Wie bereits bei der Betreuung der libanesischen Patrouillenboote durften wir auch hier wieder den ersten Versuch, inklusive mehrtägiger Einschiffung des oben schon mal genannten Verbindungsoffiziers der Libanesischen Marine, durchführen. Dieser Versuch war offensichtlich sehr erfolgreich, denn mittlerweile ist in den offiziellen Operationsplänen die automatische Stellvertretung der türkischen Fregatte durch das jeweils in See stehende, deutsche Minenabwehrboot fest verankert. Was die Leistungsfähigkeit angeht, brauchen wir uns dabei auch wirklich nicht zu verstecken und so mancher „Großschifffahrer“ war sehr positiv erstaunt, was wir mit unseren zugegebenermaßen recht kleinen Einheiten alles anstellen können.
Im Endeffekt hat damit die AUERBACH regelmäßig das Kommando über bis zu drei weitere Kriegsschiffe aus Griechenland, Indonesien und Bangladesh. Ein weiteres Bild zeigt übrigens das griechische Schnellboot während einer Postbeutelübergabe mit uns. Man soll sich dabei nun natürlich nicht selbstgerecht auf die Schulter klopfen aber ein bisschen stolz sind wir schon darauf.
Nachdem unser Heimatverband, das 5. Minensuchgeschwader, und auch die Einsatzflottille 1 als weitere vorgesetzte Dienststelle, sich massiv für uns eingesetzt hatten, ist zum Glück sehr frühzeitig auch unsere Ablösung neu geregelt worden. Leider können wir die AUERBACH nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nach Hause fahren. Stattdessen werden wir Anfang Dezember durch die Besatzung der ENSDORF abgelöst, welche den Einsatz zu Ende bringt und nach Ankunft des Schnellbootes das Boot auch nach Hause fährt. Der Vorteil ist aber natürlich, dass die Besatzung Weihnachten zu Hause bei den eigenen Lieben feiern kann und das wiegt die Unannehmlichkeiten eines erneuten Bootswechsels natürlich auf und sollte nicht unterschätzt werden. Im Februar tauschen wir in Kiel wieder zurück und damit sollten dann auch endlich alle Besatzungen wieder in der Heimat und auf ihren angestammten Booten sein.
Aufgrund der Einsatzdauer wird es uns dieses Jahr aber leider nicht möglich sein, am Weihnachtskonzert teilzunehmen. Insbesondere diejenigen Seeleute, die Eure Gastfreundschaft in der Regel ja schon mehrfach genießen durften, bedauern das sehr. Ich möchte Dich, Elmar, daher bitten jetzt schon an die Knabenkapelle, ihre Freunde und Angehörigen, insbesondere aber auf dem Weihnachtskonzert an alle, die uns kennen, die Grüße der gesamten Besatzung zu überbringen. Wir wünschen Euch eine angenehme Adventszeit und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im neuen Jahr.
Glück auf.
Torsten Wedig
Korvettenkapitän
PS: Ein paar Bilder findet Ihr in der Bildergalerie 2010...
Neues vom Patenboot. Stand 6. März 2009
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6.März 2009
Moin Moin aus der Kröger Werft in Rendsburg!
Seit Anfang Dezember liegen wir mit unserem Boot in der Kröger Werft in Schacht-Audorf (Rendsburg). Der lange UNIFIL-Einsatz im vergangenen Jahr hat am Boot deutliche Spuren hinterlassen. Am 26. Februar sollten wir eigentlich schon die Werft mit der Auerbach/OPf. in Richtung Marine-Arsenal Kiel verlassen. Durch den Einbau von Anlagen, die für zukünftige Einsätze wichtig sind, wurde unsere Liegezeit jedoch bis Ende April verlängert.
Um einen Eindruck von unserer "Baustelle" zu erhalten, senden wir Euch
ein paar Bilder unseres Bootes.
Zu den üblichen Umbauarbeiten der Messen kommen dieses Mal auch noch der
Umbau der Kombüse
und die Umrüstung eines Geschützes hinzu. Außerdem wird die alte
Radar-Anlage durch eine Neue ersetzt.
An dieser Stelle möchten wir uns auch noch einmal für den herzlichen
Empfang beim Weihnachtskonzert bedanken! Selbst unsere Busfahrer haben
sich bereits erkundigt, wann ein erneuter Besuch in Auerbach
ansteht.
Wir freuen uns schon auf unser nächstes Zusammentreffen über Pfingsten!
Viele Grüße
Euer Patenboot
PS: Ein paar Bilder findet Ihr in der Bildergalerie 2009!
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23.September 08

(im Bild rechts Holger Klatte, mitte Kommandeur Frank Rohde, links der neue Kommandant Kapitänleutnant Torsten Wedig )
Kommandowechsel auf dem Patenboot " Auerbach/Opf."
Am Dienstag, den 23.September 08 um 13:00 Uhr übergab Korvettenkapitän Holger Klatte das Kommando des Hohlstablenkbootes Auerbach/Opf. an Kapitänleutnant Torsten Wedig. Der Kommandeur des Stützpunktes in Kiel Fregattenkapitän Frank Rohde, auch ein ehemaliger Kommandant des Patenbootes von 1995 - 2000, vollzog den Wechsel.
Zu diesem Anlass fuhr eine Abordnung der Knabenkapelle Auerbach nach Kiel und verabschiedete Holger Klatte mit einem Erinnerungsfoto, begrüßte den neuen Kommandanten Torsten Wedig mit einem Bierkrug der KKA und hatte auch einen Bierkrug der Stadt Auerbach für den Kommandeur Frank Rohde im Gepäck. Elmar Hamerla bedankte sich bei Holger Klatte für die gute Zusammenarbeit der letzten 2 Jahre, auch wenn wegen des Unifil - Einsatzes im Libanon wenig Zeit für die Patenschaft blieb, wünschte dem neuen Kommandanten viel Erfolg und lud die Besatzung zum Weihnachtskonzert am
20. Dezember 2008 in Auerbach recht herzlich ein.
Kreis - und Stadtrat Günther Cermak überbrachte die Grüße der Stadt Auerbach. Er übergab an Holger Klatte einen persönlichen Brief von 1. Bürgermeister Joachim Neuß und einen schneeweißen Bierkrug, auf dem das Wappentier der
Der erste offizielle Auftritt des neuen Kommandanten in der Patenstadt wird am 20. Dezember 08 beim Weihnachtskonzert der Knabenkapelle im Kolpingsaal Auerbach stattfinden.
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01.07.2008
Kontingentwechsel im Einsatzverband Boote
Verteilt über den Monat Juni wurde der deutsche Anteil des unter deutschem Kommando stehenden Einsatzverbandes Boote des UNIFIL-Verbandes, kurz Task Group 448.03, einmal komplett durchgetauscht.
Neben dem deutschen Anteil gehören zu diesem Verband derzeit auch noch je eine Korvette aus Dänemark und Italien sowie ein griechisches und zwei türkische Schnellboote.
Den Anfang machten Anfang Juni die Besatzungen der beiden in Kiel beheimateten Minenabwehreinheiten „AUERBACH/OBERPFALZ“ und „ÜBERHERRN“, die beide seit Januar von den Besatzungen ihrer jeweiligen Partnerboote im UNIFIL-Einsatz gefahren wurden; die „AUERBACH“ von der Besatzung der „HAMELN“ unter dem Kommando von Korvettenkapitän Alexander Rüß und die „ÜBERHERRN“ von der Besatzung der „HERTEN“ unter der Führung von Kapitänleutnant Michael Sinke. Beide Boote sind inzwischen wieder durch ihre Originalbesatzungen unter dem Kommando von Korvettenkapitän Holger Klatte und Kapitänleutnant Arn Preitschaft bemannt, mit denen sie Kiel bereits am 07. September 2007 verlassen hatten. Sie werden noch eine Weile aushalten müssen, bevor sie diesen Sommer, voraussichtlich im August durch die typgleichen Boote „LABOE“ und „PEGNITZ“ auch materiell abgelöst werden und die wohlverdiente Heimreise antreten können.
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13.06:2008
Hallo Elmar, hallo an alle Mitglieder der Knabenkapelle und an alle Auerbacher !
Wir sind wieder einmal da wo wir erst vor 4 Monaten hergekommen sind – vor der Küste des Libanons im UNIFIL-Einsatz. Die Lage im Libanon werdet ihr sicherlich in den Nachrichten verfolgen - der ehemalige Armeechef ist nun sein wenigen Tagen Präsident und alle hoffen auf eine positive Zukunft im Lande.
Tja aber was gibt es sonst so Neues zu berichten aus dem Team Auerbach: Unser STO, Markus Sievert, hat die Auerbach verlassen um ab dem 01.10.08 auf dem Tender Mosel STO zu werden und folgt somit wiederum seinem Vorgänger zu folgen. Der neue STO heißt KptLt Aldo Zur Mühl und war lange Zeit STO auf der Weilheim. Püppi, aber das wisst Ihr ja selber vom letzten Besuch bei Euch, verbleibt vorerst in Kiel um dort ihre Fortbildung zu beginnen. Ansonsten gab es nur wenige gravierende Wechsel auf der Auerbach.
Nach jetzigem Planungsstand werden wir am 18.08.08 in Kiel einlaufen und anschließend in unseren wohlverdienten Jahresurlaub gehen. Wenn wir den dann abgeschlossen haben steht noch ein Kommandowechsel an.
Ich werde die Auerbach ebenfalls verlassen um dann an die Marineoperationsschule zu gehen. Der Kommandowechsel wird am 24.09.08 durchgeführt werden und mein Nachfolger wird KptLt Wehdig sein, der das letzte Jahr als Principle Staff Officer im NATO Verband verbracht hat. Er wird die Auerbach dann noch im November in die Werft begleiten um dann irgendwann im April 2009 wieder ins Fahren zu kommen.
Aufgrund der wenigen noch verbleibenden Wochen in Kiel würde ich mich freuen eine Abordnung von Euch zu meinem Wechsel begrüßen zu können. Ebenfalls freuen wir uns über eine Abordnung von Euch zum Einlaufen in Kiel - Details würde ich noch mit Dir persönlich absprechen.
Bis dahin verbleibe ich mit meiner Besatzung und hoffe auf ein termingerechtes Einlaufen in Kiel ohne Zwischenfälle.
Holger Klatte
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16.02.2008
Hallo Elmar, hallo liebe Freunde und Mitglieder unserer Knabenkapelle.
Wir sind wieder zurück. Seit dem 29.01.08 sind alle 45
Besatzungsmitglieder der Auerbach wieder sicher auf deutschem Boden
gelandet. Dieses mal durften wir jedoch nicht, wie von allen eigentlich
gewünscht, mit unserer Einheit in Kiel einlaufen. Es ist uns vergönnt
geblieben mit viel Tam Tam und vielleicht sogar mit musikalischer
Begleitung durch Euch den Heimatstützpunkt der Auerbach anzulaufen.
Derweil saßen wir in zwei Törns in der zweimotorigen, lauten und
unbequemen Transall für ca. 9 Std.
Dennoch sind wir alle froh wieder in good old Germany zu sein, bei
unseren Liebsten und bei unseren Freunden. Zur zeit ist die Besatzung
auf der Hameln untergekommen, da die Hameln-Besatzung ja auf Zypern
die Auerbach übernommen hat. Wir übergaben ein TOP-Boot und erhielten
eine mittlere Baustelle.
Aber auch das bekommen wir noch hin. Bis Ende Februar habe ich die
gesamte Besatzung erste einmal in den Urlaub geschickt um dann mit
neuer Kraft Anfang März, sofern es die Instandsetzungslage zulässt, den
ersten Seetörn mit der Hameln zu machen. Ich hoffe euch, wenn ich
wieder an Bord bin, einen kleine Bilderzusammenstellung schicken zu
können von den Eindrücken, die wir im letzten Halbjahr erlangt haben.
Darüber hinaus melden wir uns hier schon einmal zu Eurem Neumühlenfest
an und möchten gleicherseits eine Einladung an alle Auerbacher
aussprechen uns in diesem Jahr zu besuchen. Der Terminplan ist zwar
wie immer eng aber es wäre doch mehr als schade, wenn ihr und Vertreter
der Stadt auch in diesem Jahr nicht die Möglichkeit bekommen würdet
eure Auerbach (oder vielleicht auch nur die Besatzung) in Kiel zu
besuchen. Liebe Grüße von der gesamten Besatzung und natürlich von mir.
PS.: Viel Erfolg allen Mitbewerbern für die kommende
Kommunalwahl. Gibt es denn schon einen Busparkplatz vor dem Rathaus???
Holger Klatte
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26.12.2007
Sehr geehrter Herr Hamerla,
liebe Freunde der Knabenkapelle,
ich wünsche allen ein besinnliches Weihnachtsfest, schöne Stunden und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Mögen Gesundheit, Glück, Erfolg und persönliches Wohlergehen die steten
Begleiter in 2008 sein.
Dieses wünscht
Ihr und Euer
Kai Paetau
PS: Meine besten Wünsche begleiten vor allen Dingen meinen Freund Holger
Klatte
und seine Besatzung derzeit im Einsatz vor dem Libanon.
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20.10.2007
Moin Elmar, moin Knabenkapelle, moin allen anderen Auerbachern die an uns denken !!!
Wir haben die ersten Wochen hinter uns gebracht, von der Zeit die noch vor uns liegt reden wir bislang noch nicht. Die Stimmung in der Besatzung ist aus meiner Sicht betrachtet mehr als gut wenn nicht sogar spitze. Es hat noch keiner der jüngeren Kameraden Heimweh und auch von den Alten an Bord hält sich die Sehnsucht nach der Familie noch in Grenzen. Es gab noch keinen großen Personalwechsel, außer das der zum 01.10.07 gewordenen neue I WO OLtzS Schrum uns schon wieder verlässt. Der neue I WO ist seit letzter Woche an Bord und heißt OLtzS Steegers. Hier vor der Küste des Libanons ist die Bedrohung für die Einheiten nicht messbar. Sie ist vorhanden aber nicht offensichtlich, daher ist es gar nicht so einfach die Besatzung für diese Bedrohung zu sensibilisieren. Es gibt Tage, da sind wir direkt vor der libanesischen Küste und andere da operieren wir in größerer Entfernung. Es ist nur eine Frage der Zeit wann wir das erste Mal in Beirut einlaufen werden. Dabei handelt es sich von der Skyline her um eine westliche Großstadt mit vielen Hochhäusern und hellen Lichtern. Wir alle hoffen, dass bis zur Präsidentschaftswahl am 23. Oktober 07 alles stabil bleibt. Die Anschläge wie sie in der vergangenen Woche stattgefunden haben tragen deutlich nicht zur Stabilität im Libanon bei. Ich glaube unser Einsatz ist wichtig und leistet zumindest aus maritimer Sicht einen großen Beitrag zur Sicherheit des Landes.
Der NavM OBtsm Karol ist noch nicht wieder gesund und wird wohl auch nicht mehr zu uns stoßen (jedenfalls nicht in diesem Einsatz). Sein Ersatz macht sich aber sehr gut und ist schon voll integriert worden. Nach 5 Tagen in See sind wir für ca. 3 Nächte im Hafen. Zurzeit bringen wir immer einen Teil der Besatzung in einem angemietet Hotel unter. Das gefällt den Kameraden sehr gut und ist ein Überbleibsel aus der Zeit wo die Schnellboote hier unten im Einsatz waren. Das Wetter ist hier unten immer noch sehr sommerlich, sogar so sommerlich wie es dieses Jahr bei uns noch nicht war. Eure Auerbach hat sich bisher gut geschlagen im internationalen aber auch im nationalen Vergleich. Ich hoffe auch Euch geht es allen gut und Ihr seid sicherlich schon jetzt in der Vorbereitung auf Euer Weihnachtskonzert an dem wir leider nicht teilnehmen können.
Wir sind stolz an dem ersten maritimen Einsatz der Marine im Rahmen der UN teilnehmen zu dürfen und hier unser Land zu repräsentieren.
Viele Grüße auch von der gesamten Besatzung an alle die an uns denken.
Holger Klatte und Besatzung
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